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Wie schreibst du eigentlich deine Bücher?

Aktualisiert: 15. Feb. 2020

Viele, die sich nicht genauer mit der Buchschreiberei auskennen, stellen sich das Ganze meiner Erfahrung nach sehr leicht vor. Spoiler: Das ist es nicht.

Ich habe nach einigen Jahren Schreiberfahrung inzwischen meinen ganz eigenen Weg gefunden.

Zunächst sammle ich all jene Punkte ein, die in das aktuelle Buch einfließen sollen. Dazu gehören die Handlung, neue Charaktere und zusätzliche Ideen aus meinem Kopf und meinen Notizbüchern. All die Fakten schreibe ich erst einmal ungeordnet auf. Anschließend wird das Ganze der Reihe nach sortiert. Es folgt eine grobe Kapitelübersicht. Dazu gehört die Kapitelnummer, der Protagonist, aus wessen Sicht dieses Kapitel geschrieben ist, und ca. 3 bis 4 Stichpunkte, was allgemein passiert. Dadurch habe ich einen Überblick, ob ich ein Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten schreiben sollte, ob noch etwas Wichtiges in der Handlung fehlt und wieviele Kapitel es am Ende etwa werden sollen.

Und noch immer ist die Buchplanung nicht fertig, denn die Feinplanung steht nun an. Hierbei schreibe ich etappenweise Kapitel im Detail auf, allerdings nur in Stichpunkten oder Dialogen, die mir wichtig sind. Somit laufe ich später beim Schreiben stets einem roten Faden nach.


Jetzt kommt ein großer Batzen Arbeit. Recherche. Wie genau ich recherchiere, wessen Rat ich hinzuziehe und vieles mehr möchte ich in einem anderen Beitrag genauer schildern.

Oftmals recherchiere ich parallel neben dem Buchschreiben. Denn jetzt wird sich ins Zeug gelegt! Alle Ideen, Notizen, Recherchepunkte und Fantasie fließen in den Buchtext, bis das gesamte Buch fertig abgetippt ist. Während ich am Buch schreibe, korrigiere ich nur selten bis gar nicht. Erst wenn das Manuskript fertig ist, drucke ich alles aus und lese ca. 4-mal pro Buch Korrektur. Dabei achte ich bei jeder Korrektur auf verschiedene Aspekte:


- Stimmen die Zusammenhänge?

- Hängt die Handlung an einer Stelle?

- Grammatik und Rechtschreibung richtig?

- Wurde etwas vergessen?

- Stimmt die Ortsbeschreibung mit meiner Recherche überein?

- Muss der Schreibstil aufgebessert werden?

- Entsteht beim Lesen das richtige Bild?

- Ist ein Charakter zu mau beschrieben oder irgendwo abhanden gekommen?


All das sind nur ein paar Fragen, die ich beim Lesen im Hinterkopf behalte.


Wenn all das fertig gestellt ist, wenn alles korrigiert, eingefügt und überarbeitet wurde, gebe ich gelegentlich zu, dass die Arbeit an einem Manuskript beendet ist.


Wie ich allerdings schon einmal erwähnt habe, stellen wir Autoren uns oftmals schwer dabei, einen Text als "fertig" anzuerkennen. Leider zähle ich auch zu jenen, die perfektionistisch sind, und es dauert gefühlt Jahrhunderte, eh ich mit einem Text rundum voll und ganz zufrieden bin ;-)

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